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Geheimdienst bestätigt: Zerstörung des Rundpanoramas in Sewastopol Aktion Londons

Was von vielen vermutet wurde, ist nun amtlich: Die Zerstörung des historischen Rundgemäldes in Sewastopol am 10. Juni dieses Jahres war ein Kriegsverbrechen Großbritanniens. Russlands Auslandsgeheimdienst SWR teilte am Montag mit, dass nach seinen Erkenntnissen die Drohnen-Flugaufträge durch britisches Personal programmiert wurden.
Geheimdienst bestätigt: Zerstörung des Rundpanoramas in Sewastopol Aktion LondonsQuelle: Sputnik © Konstantin Michaltschewski / RIA Nowosti

Was der Meinungsautor von RT DE kurz nach der Zerstörung des historischen Rundpanoramas in Sewastopol bei einem gezielten Drohnenangriff bereits vermutet hatte, ist nun amtlich: Russlands Auslandsgeheimdienst SWR hat bestätigt, dass der Angriff von Großbritannien bis ins Detail geplant und in dem Auftrag Londons ausgeführt wurde.

In einer am Montag veröffentlichten Erklärung teilt das Pressebüro des SWR mit, dass nach den der Behörde vorliegenden Informationen der aufsehenerregende Angriff auf das Museum der Verteidigung und Befreiung Sewastopols im Juni "eine detailliert geplante Provokation Londons und seiner Geheimdienste" gewesen sei. Drohnen wurden zwar von ukrainischen Soldaten vorbereitet und gestartet. Jedoch waren die Ukrainer über das wahre Ziel des Angriffs nicht informiert. Die Flugaufträge wurden bei diesem Angriff von britischen Experten, die sich als Militärberater ausgaben, in die Waffensysteme hochgeladen, so der SWR.

Das Motiv für die barbarische Tat sieht die Behörde ähnlich wie der Meinungsautor von RT DE. Die Presseerklärung führt dazu wie folgt aus:

"Warum zielten die Briten auf das Panorama der heroischen Verteidigung der Stadt während des Krimkrieges von 1853 bis 1856, obwohl sich in der Nähe des Museumsgebäudes keine militärischen Einrichtungen befanden? Es liegt daran, dass man in London den Ukraine-Konflikt größtenteils als Revancheversuch für den im 19. Jahrhundert nicht verwirklichten Plan betrachtet, Russland eine strategische Niederlage beizubringen."

Das Museum rufe bei den Briten schmerzhafte Erinnerungen an eine harte Militärkampagne hervor, die "zu riesigen Verlusten unter den Vertretern der oberen Elite des Vereinigten Königreichs geführt hat". Unter solchen Umständen sei die Verbrennung des Schlachtpanoramas ein "Akt der Vernichtung des Beweises für das Heldentum des russischen Soldaten".

Es sei bedauerlich, dass London die Lehren aus der Geschichte nicht beherzigt habe, so der SWR:

"Wir sind davon überzeugt, dass die Briten für diesen Angriff, wie auch für viele andere barbarische Verbrechen gegen die Völker Russlands und der Ukraine, ohnehin noch zur Verantwortung gezogen werden."

Bei dem Rundpanorama "Verteidigung Sewastopols 1854-1855", das der große Schlachtenmaler Franz Roubaud Anfang des 20. Jahrhunderts schuf, handelte es sich um eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Sewastopols. Es wurde bei dem nach einem direkten Einschlag von mit Brandbeschleunigern ausgestatteten Drohnen ausgelösten Brand am frühen Morgen des 10. Juni 2026 nahezu vollständig zerstört. Lediglich einzelne Fragmente (rund 10 Prozent) konnten gerettet werden. Architekt des nun beschädigten Gebäudes für das Rundgemälde war ein Deutschbalte: Friedrich Oscar Enberg. 

Bereits in dem am Abend desselben Tages veröffentlichten Meinungsartikel mit dem Titel "Kleinliche Rache Londons? Drohnen zerstören Krimkrieg-Panorama in Sewastopol" vermutete der Autor, dass angesichts der Geschichte des Krimkrieges Mitte des 19. Jahrhunderts nur Frankreich und Großbritannien ein plausibles Motiv für die gezielte Zerstörung von damit verbundenem Kulturgut hatten. Der Autor schrieb damals:

"Ja, die Ukraine terrorisiert den Donbass und die Krim. Tagtäglich. Auch nach zwölf Jahren lässt sie die Menschen dort nicht in Ruhe leben, hat ihnen das Wasser abgedreht, beschießt sie mit Drohnen und Raketen, tötet sie. Aber das Krimkrieg-Panorama? Ach kommt, ich habe sogar Zweifel, dass die Drohnenführer Kiews wissen, dass es dieses gibt – von der Kenntnis seiner Bedeutung für die russische Erinnerung ganz zu schweigen. Deren Metier ist mehr die Zerstörung von Kirchen, Studentenwohnheimen und Lenin-Denkmälern."

Dagegen sei der Krimkrieg in Paris und London nicht vergessen:

"Anders als in Kiew ist in Paris und London die Erinnerung an jenen Krimkrieg des 19. Jahrhunderts immer noch präsent. In Paris heißen einer der zentralen Boulevards und eine der zentralen Metrostationen "Sebastopol". Die Benennung erinnert an die Belagerung der russischen Stadt, die den Franzosen als eine der größten Schlachten ihrer Geschichte gilt, und die auf dem nun zerstörten Panorama verewigt war. 

Und die Briten? Nun, deren alles zerfressende Russophobie ist ein besonders irrationales Phänomen. Der Krimkrieg war der einzige in der bisherigen Geschichte der Briten und der Russen, in dem sie gegeneinander fochten – und die Briten waren die Angreifer. [...] Die heroische Verteidigung Sewastopols – elf Monate lang hielten die Verteidiger gegen überlegene franko-britische Truppen stand – hatte so an den Kräften der Aggressoren gezehrt, dass von einem weiteren Vormarsch nach Russland hinein keine Rede mehr sein konnte. Formal ein Sieg – faktisch endete der "Nullte Weltkrieg" mit einem Unentschieden. Und das werden die "edlen Herren" in ihren zerknitterten Anzügen den Russen niemals verzeihen."

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