"Nastja, hilf mir!" – Letzte Nachrichten einer ermordeten Studentin an ihre Angehörigen
Medienvertretern gegenüber schilderten beide, dass sie mit Darja in Kontakt standen an dem Abend, als die Berufsschule und das Wohnheim von den ukrainischen Streitkräften mit Drohnen angegriffen wurde. Die Schülerinnen hatten sich im Erdgeschoss in Sicherheit gebracht, weil die Stadt Starobelsk unter Beschuss stand. Als sich die Lage wieder beruhigte, wurden sie wieder in ihre Zimmer geschickt, um sich schlafen zu legen.
Gegen ein Uhr nachts griffen die ukrainischen Streitkräfte direkt die Gebäude der Starobelsker Berufsschule an, auch das Wohnheim, in dem Darja ihr Zimmer hatte. Um 01:04 Uhr schickte Daria ihre letzten Nachrichten an ihre Cousine. Sie war zu dem Zeitpunkt bereits von Trümmern des Gebäudes begraben und hatte Todesangst. Offenbar war ihr bewusst, dass sie tödlich verwundet war. In ihrer letzten Nachricht sagt sie wörtlich: "Es hat mich getötet."
Nur eine Minute später gab es keine Reaktionen mehr. Nastja erzählt, dass alle ihre Nachrichten an Darja als "gelesen" angezeigt wurden, aber offenbar war ihrer Cousine das Telefon aus der Hand gerutscht. Darja ist eines der 21 Todesopfer, die infolge des Drohnenangriffs auf die Berufsschule und das dazugehörige Wohnheim getötet wurden.
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