Deutschland

Umfrage mit Wumms: Union bundesweit erstmals unter 20 Prozent, AfD bei 29 Prozent

Es ist eine Sensation historischer Tragweite: Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland vor 77 Jahren kommen die Unionsparteien CDU und CSU in einer Wahlumfrage bundesweit auf unter 20 Prozent. Eine am Dienstag veröffentlichte INSA-Umfrage sieht die beiden Regierungsparteien zusammen bei nur noch 19,5 Prozent.
Umfrage mit Wumms: Union bundesweit erstmals unter 20 Prozent, AfD bei 29 ProzentQuelle: Gettyimages.ru © Maja Hitij/Getty Images

In zwei am Dienstag veröffentlichten Meinungsumfragen der Institute INSA und Pollytix liegt die AfD in der Wählergunst bundesweit bei 29 Prozent. Eine dritte, am selben Tag veröffentlichte Umfrage der Demoskopen von Forsa weist die größte Oppositionspartei mit 28 Prozent aus.

Eine Sensation historischer Tragweite bringt aber das Umfrageinstitut INSA: Erstmals überhaupt in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands rutschen die Unionsparteien CDU und CSU darin deutschlandweit unter die magische Marke von 20 Prozent. Laut INSA sind nur noch 19,5 Prozent der Deutschen bereit, bei einer Bundestagswahl die Unionsparteien zu wählen. Bei Forsa liegen CDU/CSU noch bei 21 Prozent, bei Pollytix sind es exakt 20.

Die Werte der anderen Parteien sehen wie folgt aus: Die SPD schwankt zwischen 12 Prozent bei Forsa und 14 Prozent bei Pollytix. Die Grünen liegen zwischen 13 Prozent bei Pollytix und 16 Prozent bei Forsa. Die Linke kommt auf 10,5 bzw. 11 Prozent. Die FDP hat nur bei Pollytix eine Chance auf den Einzug in den Deutschen Bundestag, die beiden anderen Institute sehen sie unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Das BSW zieht in keiner der drei Umfragen in das Parlament ein.

INSA hat für diese historische Umfrage im Auftrag der Bild vom 4. bis zum 7. September insgesamt über 2.000 Bürger nach ihren Wahlabsichten befragt. Als repräsentativ gilt eine Umfrage ab einer Zahl von 1.000 Befragten. An der Umfrage von pollytix haben sich sogar 3.000 Personen beteiligt. Sie ist jedoch älter als die INSA-Umfrage und wurde zwischen dem 27. August und dem 3. September, also vor der Wahl in Sachsen-Anhalt, durchgeführt.

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